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Das Englische ist in höherm Grad als irgend eine andere eine Mischsprache, deren Grundbestandteil ein altniederdeutscher Dialekt, das Angelsächsische, bildet. Auf seine weitere Entwickelung hatte hauptsächlich noch das normännisch-französische Element infolge politischer Ereignisse entscheidenden Einfluß. In der frühgeschichtlichen Zeit wurden Großbritannien und Irland von Kelten bewohnt, deren Sprache in zwei Dialekte zerfällt: in den irisch-gälischen, noch jetzt in Irland, Hochschottland und auf der Insel Man üblich, und den kymrisch-britannischen, der teilweise noch jetzt in Wales und der Niederbretagne zu hören ist. Anders als bei der vorübergehenden Okkupation Britanniens durch die Römer, trat mit der Eroberung durch die Sachsen und andre niederdeutsche Stämme um die Mitte des 5. Jahrh. auch ihre Sprache an die Stelle der keltischen. Danach war die Eroberung Englands durch die Normannen 1066 von tiefgreifender Bedeutung auch für die Sprache der Besiegten. Dieses Normannisch-Französische , eine Mundart der langue d'oïl, wurde durch Wilhelm den Eroberer zur Hof-, Gerichts-, Geschäfts- und Schulsprache erhoben, während das Lateinische die Sprache der Kirche und Gelehrsamkeit blieb und das Angelsächsische sich nur beim niederen Volk erhielt. Nach dieser mit dem 12. Jahrh. beginnenden mittelenglischen Periode, setzt mit dem Auftreten von Shakespeare und Francis Bacon um die Mitte des 15. Jhd. die Phase des Neuenglischen ein. In dieser Etappe bildet sich das Englische als litterarisches Idiom aus, worauf auch Ereignisse von allgemein kulturgeschichtlicher Bedeutung, wie die Einführung der Buchdruckerkunst (in England durch Caxton), die Reformation und das Wiederaufleben der klassischen Studien von großem Einfluß gewesen sind.